Geschlechterverhältnisse
BAK Geschlechterverhältnisse
- ein bundesweiter arbeitszusammenhang von jungdemokratInnen/ junge linke+ feministisch +
+ emanzipatorisch +
+ radikaldemokratisch +
... und kein Stück von gestern
Geschlechterverhältnisse in kapitalistischen Gesellschaften, Gleichheit/ Ungleichheit, Sexualität,
Gebärstreik, Kanzlerinnen... - Der BAK Geschlechterverhältnisse arbeitet zu vielen Themen rund um die Kategorie Geschlecht und zeigt das emanzipatorischer Feminismus nicht altbacken und Gleichstellung noch lange nicht erreicht ist. Offen für alle diskussionswütigen Frauen, Männer, Ladies & Konsorten.
Frisch wiederbelebt machen seit Ende 2007 eine Hand voll Leute als BAK Geschlechterverhältnisse Politik. Am Anfang stand die Einsicht, dass sich die Gleichstellung von Mann und Frau keineswegs wie viele meinen schon erfüllt hat. So haben Frauen nach wie vor ein massiv größeres Armutsrisiko, sind noch immer in Parlamenten, Führungsetagen, Regierungen und Geschichtslehrbüchern unterrepräsentiert, verdienen für dieselbe Arbeit weniger, tragen trotz aller Gleichberechtigungsrhetorik den größten Anteil an der Arbeit in Haushalt und Kindererziehung. Sie gelten als nymphoman, wenn sie Sex wollen und frigide, wenn sie keinen wollen. Frauen sind der überwiegende Teil von Betroffenen häuslicher Gewalt. Und sexueller Belästigung. Und Vergewaltigungen. Sie sind der größte Teil der prekär Beschäftigten, der Alleinerziehenden und der Familienpolitikerinnen. und und und...
Frauen haben aber auch in über 100 Jahren Frauenbewegung rechtliche Gleichstellung erkämpft (zumindest was direkte gesetzliche Diskriminierungen angeht). Sie sitzen auf Professorinnen- und Bundeskanzlerinnensesseln, sie haben eine umfassende Wissenschaft zu Frauen- und Geschlechterforschung entwickelt und durchgesetzt, kurz: Frauen haben für ihre Anerkennung in und Teilhabe an allen gesellschaftlichen und privaten Bereichen gestritten.
Am Anfang der BAK-Gründung haben wir uns gedacht, dass alte Konfrontationen, Beobachtungen und Positionen, die Anfang der 70er gut und richtig waren, für einen heutigen emanzipatorischen Feminismusansatz noch als Anregung dienen können, wir aber darüber hinausgehen müssen. Feminismus bedeutet für uns, gegen jegliche Schranken zu kämpfen, die durch Geschlechtergrenzen gezogen werden oder wie Homophobie mit dem Geschlechteraspekt in engem Zusammenhang stehen.
BAK Geschlechterverhältnis im Jahr 2008
Ein so breites inhaltliches Interesse zwingt zur Eingrenzung. Der inhaltliche Fokus des BAK für 2008 liegt auf drei Schwerpunkten:
Erstens widmen wir uns aktuellen (pseudo-)feministischen und geschlechterpolitischen Debatten, um sie kritisch auseinanderzunehmen und uns mit eignen Standpunkten in Position zu bringen. Stichpunkte sind hier Leyen-Feminismus als der “neue” Feminismus von
konservativer und neoliberaler Seite, der Alpha-Feminismus der “Neuen deutchen Mädchen” sowie die Ausweitung neurowissenschaftlicher und anderer biologistischer Diskurse.
Zweitens findet das Themenfeld Sexualität, Pornographie und Prostitution Beachtung.
Drittens gehen wir der Frage nach, wie sich Subjekte und (Geschlechts)Identitäten in der Gesellschaft konstituieren, welche Machtmechanismen dabei wie greifen und welche
Rückschlüsse wir daraus für unsere (geschlechter)politische Strategie ziehen können.
Darüber hinaus gibt es eine große Offenheit für Vorschläge und Diskussionswünsche und auch immer mal wieder Veranstaltungen zu anderen Themenbereichen (z.B. Homophobie, queer theory, transgender, Frauen im Islam, Frauen in Kunst & Kultur etc etc.)
emanzipiert partizipieren
Vorbeischauen, mitdiskutieren, einsteigen... Jeder und jede, der/die sich für das Thema interessiert und sich mit unserem Arbeitsstil und Selbstverständnis anfreunden kann, ist eingeladen. Auf www.jdjl.org und auf einem zweimonatlichen Infoflyer werden BAK-Veranstaltungen angekündigt. Ohren und Augen offen halten.
Von der Bundesgeschäftsstelle von JungdemokratInnen/ Junge Linke kann man sich auf den Emailverteiler setzen lassen, um Einladungen und Infos zu bekommen. Hier könnt ihr euch auch kostenlos frei Haus BAK-Materialien und die Zeitung “tendenz”, in der der BAK Artikel und Ankündigungen veröffentlicht, schicken lassen.
Noch ein Wort zum lieben Geld: Politik kostet Geld. Auch uns. Es darf aber für keineN
InteressierteN zum Hindernis werden. Die geringen Teilnahmebeiträge und Fahrtkosten für die Veranstaltungen können in Ausnahmefällen erlassen bzw. erstattet werden. Auch das gehört für uns zum solidarisch Politikmachen dazu. (Bitte vor der Veranstaltung in der
Bundesgeschäftsstelle melden.)